Rund siebzig Genoss:innen kamen vor knapp zwei Wochen zusammen, um nicht nur Wahlen abzuhalten, sondern zugleich Hamburgs größten SPD-Distrikt zu gründen: den Distrikt Wandsbek Kern. Er umfasst die Stadtteile Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek, in denen insgesamt rund 125.000 Menschen leben.
An die Spitze des neuen Distrikts wählten die Mitglieder Cem Berk und Dr. Julia Funk. Gemeinsam mit Janne Roehsler und Marcel Klose organisieren sie die Arbeit des Distrikts mit fast 500 Mitgliedern. Nach zwei Jahren mit jeweils zwei Doppelwahlen bleiben Wahlkämpfe dem neuen Distrikt zwar erstmal vorenthalten: Im Wandsbeker Süden stehen aber trotzdem wichtige politische Aufgaben an.Ein Stadtteil im Wandel
„Nirgendwo in Hamburg tut sich derzeit so viel wie im Wandsbeker Süden“, betont Cem Berk. „Das zeigt sich nicht nur am Bau der S-Bahnlinie 4, sondern auch an den steigenden Zahlen im Wohnungsbau in Wandsbek sowie bei den Schulanmeldungen in Eilbek. Als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind wir die Ansprechpartner vor Ort – und das wollen wir auch bleiben.“
Engagement bündeln und stärken
Die Distriktsebene ist die erste Gliederungsstufe der SPD und bietet sowohl neuen als auch langjährigen Mitgliedern die Möglichkeit, sich direkt im eigenen Stadtteil politisch einzubringen. Julia Funk erklärt dazu: „Nach gründlichen Überlegungen haben sich alle vier bisherigen Distrikte mit großer Mehrheit für diesen gemeinsamen Weg entschieden. Jetzt liegt es an uns, diese Energie zu nutzen und in konkrete politische Arbeit umzusetzen.“
Sozialdemokratie von Eilbek bis Jenfeld
“Die Stadtteile sind vielfältig, trotzdem ist die Sozialdemokratie hier überall in der Gesellschaft verankert. Das zeigen nicht nur die guten SPD-Wahlergebnisse, sondern insbesondere auch das Engagement vor Ort – etwa das Laternelaufen in Jenfeld oder die Stadtteilfeste in Eilbek und Marienthal”, ergänzt Janne Roehsler.
Bloß auf einen finalen Namen müssen die Mitglieder des Distrikts noch warten – “Wandsbek Kern” soll vorerst als Arbeitstitel fungieren.
Text: Paul Strothmann

