In Hamburg werden bis 2030 erhebliche Mittel in Sporthallen, Sportplätze, Schwimmbäder und weitere Sportanlagen investiert. Auf den Bezirk Wandsbek entfallen nach Angaben des Senats rund 195 Millionen Euro. Grundlage ist eine Schriftliche Kleine Anfrage der sportpolitischen Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Juliane Timmermann.
Hamburgweit umfasst das Investitionsvolumen für die Sportinfrastruktur im Zeitraum von 2020 bis 2030 nach der Auswertung rund 1,42 Milliarden Euro. Mehr als zwei Milliarden Euro seien seit 2011 investiert worden. Dabei werden je nach Vorhaben städtische Mittel, Bundesmittel, Eigenmittel und weitere Drittmittel eingesetzt.
Allein auf Projekte, die seit 2025 umgesetzt werden oder sich derzeit im Bau beziehungsweise in Planung befinden, entfällt laut Senatsantwort ein Investitionsvolumen von rund 900 Millionen Euro. Insgesamt wurden für den Zeitraum 2020 bis 2030 etwa 1.400 einzelne Maßnahmen erfasst. Rund 540 davon befinden sich seit 2025 in Umsetzung, Bau oder Planung.
Wandsbek mit rund 195 Millionen Euro
Die Investitionen verteilen sich auf sämtliche Hamburger Bezirke. Nach den veröffentlichten Angaben entfallen für die Jahre 2020 bis 2030 rund
360 Millionen Euro auf Hamburg-Nord,
320 Millionen Euro auf Hamburg-Mitte,
195 Millionen Euro auf Wandsbek,
165 Millionen Euro auf Altona,
155 Millionen Euro auf Harburg,
140 Millionen Euro auf Eimsbüttel und
90 Millionen Euro auf Bergedorf.
In den Gesamtzahlen enthalten sind unter anderem Investitionen in Schulsporthallen, bezirkliche Sportanlagen, Schwimmbäder sowie die Förderung vereinseigener Anlagen.
Für Maßnahmen des Schulbaus Hamburg wird für den betrachteten Zeitraum hamburgweit ein Investitionsvolumen von rund 600 Millionen Euro genannt. Weitere rund 225 Millionen Euro entfallen auf das Gebäudemanagement Hamburg und ebenfalls etwa 225 Millionen Euro auf Bäderland. Für das bezirkliche Sportstättenmanagement werden rund 200 Millionen Euro ausgewiesen.
Mehr Hallenfelder und Kunstrasenplätze
Nach den Angaben des Senats ist auch die Zahl der verfügbaren Sportflächen gestiegen. Die Zahl der Hallenfelder erhöhte sich von 753 im Jahr 2020 auf 797 im Jahr 2024. Im Jahr 2025 kamen weitere 13 Hallenfelder hinzu.
Bei den bezirklichen Kunststoffrasen-Großspielfeldern stieg die Zahl zwischen 2020 und 2024 von 98 auf 118. Nach Berechnungen der Stadt erhöhte sich dadurch die jährliche Nutzungskapazität dieser Plätze um rund 40.000 Stunden.
Anfrage fragte auch einzelne Standorte ab
Die zugrunde liegende Schriftliche Kleine Anfrage verlangt vom Senat eine detaillierte Aufstellung der seit Anfang 2020 umgesetzten und geplanten Maßnahmen. Abgefragt wurden unter anderem Standort, Stadtteil und Bezirk, Art der Sportanlage, Umsetzungsstand, Investitionshöhe sowie Maßnahmen zur Barrierefreiheit, energetischen Sanierung und Nachhaltigkeit. Auch Förderungen für vereinseigene Sportstätten waren Gegenstand der Anfrage.
Die Anfrage und die Antwort des Senats sind in der Parlamentsdokumentation der Hamburgischen Bürgerschaft als Drs. 23/4951 veröffentlicht.
Quellen:
SPD-Fraktion Hamburg, Pressemitteilung vom 3. September 2026: „Hohe Investitionen in Hamburgs Sportinfrastruktur: Rund 900 Millionen Euro für laufende und geplante Projekte“.
Schriftliche Kleine Anfrage „Investitionen in die Zukunft des Sports – Infrastrukturmaßnahmen in Sportstätten in Hamburg seit 2020“, Hamburgische Bürgerschaft, Drs. 23/4951.


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