Seit über 90 Jahren steht das zur Nazizeit erbaute Kriegerdenkmal in Bramfeld unkommentiert auf der Grünfläche am Alten Bramfelder Teich. Auf jahrelanges Betreiben des Vereins Denk Mal und vieler Bramfelder:innen wurde erreicht, das dem alten Denkmal ein neuer Teil hinzugefügt wird, der für eine historische Einordnung sorgt und den Fokus auf Begegnung und Frieden lenkt.
2016 wurde ein Ideenwettbewerb für die Umgestaltung des Vorplatzes vor dem Kriegerdenkmal ausgelobt, den die Bramfelder Künstlerin Alke de Luise 2019 mit ihrem Entwurf für sich entscheiden konnte. In der Folge hat der Verein Denk Mal den Siegerentwurf bis zur Realisierungsreife weiter begleitet. Für die Umsetzung wurden Mittel für die Umgestaltung von Bürgerschaft und Bezirksversammlung eingeworben, Mitte April war Baubeginn und im Spätsommer soll der Vorplatz des Denkmal neu gestaltet sein.Marc Buttler, Vorsitzender der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Manche Projekte begleiten uns über einen längeren Zeitraum, so auch die Kommentierung und Umgestaltung des Bramfelder Kriegerdenkmals. Auf Druck der Bramfelder Öffentlichkeit und unter Federführung des Vereins DenkMal wurde es möglich, dem lange unkommentierten Kriegerdenkmal durch eine Neugestaltung eine historische Einordnung zu geben. Das ist umso wichtiger, weil das Kriegerdenkmal von der rechten Szene genutzt wurde, um Gewalt und Krieg zu verherrlichen. Deswegen freuen wir uns sehr, dass der Ort jetzt zu einem Ort der Begegnung und Erinnerung wird.“

