Wie erwartet, dauert die Erholung der Wohnungswirtschaft von den Auswirkungen der Immobilien- und Baukrise an. Ursachen sind insbesondere stark gestiegene Baukosten, höhere Zinsen und erschwerte Finanzierungsbedingungen sowie die Verunsicherung des Marktes durch geopolitische Krisen.
Infolgedessen war 2023 die Zahl der beantragten Baugenehmigungen auf den niedrigsten Stand seit Jahren gefallen – die nun geringeren Fertigstellungen sind die absehbare Folge dieser Entwicklung. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wurden in Hamburg seit 2011 insgesamt über 115.000 Wohnungen neu gebaut. Das unterstreicht die weiterhin hohe Leistungsfähigkeit der Hamburger Wohnungswirtschaft. Und die Hansestadt ist wieder auf gutem Kurs, die aktuellen Genehmigungszahlen zeigen eine positive Entwicklung: Von Januar bis April 2026 wurden in Hamburg insgesamt 2.344 neue Wohnungen genehmigt.
Im Vorjahreszeitraum lag die Zahl bei 1.252 Wohnungen. Damit liegt Hamburg aktuell mit 82 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert (+1.092 Wohnungen). Laut Statistikamt Nord ist der Wert der Auftragseingänge beim Bauhauptgewerbe 2025 um über 30 Prozent gestiegen.
Lars Pochnicht

