Farmsen-Berne vor fünfzig Jahren.
Im Juni 1975 berichtete der Berner Bote über die Fusion von tus Berne und FC Berne.
Beginn der Zitate aus dem Berner Boten aus dem Juni 1975 (Seite 10)

tus-Berne – FC Berne
Zehn Jahre lang haben sich diese zwei Sportvereine nebeneinander bemüht, der sportinteressierten Bevölkerung von Berne Möglichkeiten zur individuellen sportlichen Betätigung zu bieten. Der TuS Berne v. 1924 in 14 Abteilungen in einer breiten Palette, der FC Berne überwiegend für Fußballer. Die Existenz dieser zwei Vereine hätte gewiß nach dem Grundsatz, daß Konkurrenz ein Geschäft belebe, auch sein Gutes. Wer aber das tägliche Sportgeschehen kennt, wird bestätigen, daß angesichts der geringen Zahl von Sportanlagen im Raum Berne eine ersprießliche Entwicklung zum Wohle beider Vereine in einem annähernd ausgewogenen Verhältnis kaum möglich sein dürfte. Stets müssen die Ansprüche des einen Vereins mit den Wünschen und Forderungen des andern koordiniert werden. Leistungsstreben war für beide Vereine ein Hauptmotiv. Insbesonders waren in den vergangenen Jahren beide Fußballabteilungen bestrebt, eine höhere Spielklasse zu erreichen, um somit dem Namen Berne auf diesem Gebiete zu mehr Ansehen zu verhelfen. Die einen jedoch unter den rot-weißen, die anderen unter den blau-weißen Farben.
Dabei gab es verschiedentlich Schwierigkeiten und Differenzen, die von den aktiven Sportlern nicht immer richtig erkannt und daher auch nicht immer richtig verstanden wurden. Immer häufiger wurde der Ruf laut, daß sich beide Vereine zusammenschließen mögen, um die stets wiederkehrenden Behinderungen auszuräumen Gemeinsam könne besser über die vorhandenen Sportanlagen disponiert werden.
Bei einem Zusammenschluß stünde ein größeres und leistungsstärkeres Spielerangebot zur Verfügung, mit dem dann die Chance bestünde, endlich aus der untersten Spielklasse aufzusteigen.
In Erkenntnis aller weiteren Vorteile, die ein Zusammenschluß beider Sportvereine für den gesamten Sportbetrieb in Berne bringen würde, fanden sich gegen Ende des Jahres 1974 die derzeitig verantwortlichen Vertreter beider Vereine zu Gesprächen zusammen, um das Zusammengehen vorzubereiten. Dank der Umsicht und Sachlichkeit aller an den Besprechungen Beteiligten war nach drei harten, aber fair verlaufenen Verhandlungstagen eine Vereinbarung erstellt, die allen Verhandlungspartnern geeignet erschien, den Zusammenschluß des TUS Berne mit dem FC Berne zu vollziehen.
Nachdem die Hauptversammlungen beider Vereine ihre Zustimmung gegeben hatten, konnte den Sportverbänden und zuständigen Behörden der Zusammen-schluß des TUS Berne mit dem FC Berne gemeldet werden. Alle erforderlichen Formalitäten sind zwischenzeitlich erledigt worden und seit dem 1. Mai 1975 trägt die „Fußballspielgemeinschaft im TUS Berne“ – wie die Fußballabteilung sich künftig nennen wird – bereits Freundschaftsspiele in neuer Zusammensetzung aus. Ab 1. Juli 1975 wird es offiziell in Berne nur noch einen Verein mit dem Namen TUS Berne geben.
Rund 3500 Mitglieder sind dann unter den blauweißen Farben vereinigt. Sie alle werden dazu beitragen, die sportliche Stellung des TUS Berne weiter zu festigen und auszubauen, mit dem Ziel, daß die Größe und Leistungsfähigkeit unseres Vereins bewirkt, daß die Planung und der Ausbau von Sportstätten im Bereich Berne seitens der Verantwortlichen in Parlamenten und Behörden nach wie vor gebührend gewürdigt und betrieben wird.
Darum ist es mir ein Bedürfnis, allen den-jenigen zu danken, die sich den Weisungen der Vernunft folgend für den Zusammenschluß bekannt haben. Möge die getroffene Entscheidung dem Wohle des Sportes in Berne und einer hoffnungsvollen Entwicklung unseres Vereins dienen.
Wolfgang Kühl
1. Vorsitzender des TUS BERNE
Fusion tus-Berne – FC Berne realisiert
Nachdem die Hauptversammlung beider Vereine bereits Anfang des Jahres durch ihre Zustimmung die Weichen für eine Fusion gestellt hatten, konnte in der außerodentlichen Hauptversammlung der Fußballer am 29.4.1975 die Fußballspiel-gemeinschaft Berne im TUS Berne aus der Taufe gehoben werden.
Dieses Ereignis wird sicherlich von allen Mitgliedern und Fußballfreunden begrüßt.
Neben einer integrierten Organisationsflexibilität sind die Vorteile einer konzentrierten Leistungssichtung durch das jetzt vorhandene größere Spielerpotential wohl kaum verkennbar.
Mit ca. 45 Mannschaften werden wir in der kommenden Punktspielserie zu einer der Großvereine in der Hamburger Fußballfamilie zählen.
Unsere Zielsetzung für 1975/76 heißt neben der Breitenarbeit und Jugendförderung Aufstieg der 1. Mannschaft in die Verbandsliga.
Helfen Sie bitte alle mit, unterstützen Sie unsere Mannschaften durch Ihren Besuch bei den Heimspielen.
Werden Sie förderndes Mitglied unserer Fußballspielgemeinschaft, denn nur mit Ihrer Hilfe können wir es schaffen, daß Zielsetzung gleich Zielerreichung wird.
Egon Sengpiel (1. Vorsitzender)
Fußballspielgemeinschaft Berne im TUS Berne von 1924 e.V.
Ende der Zitate aus dem Berner Boten aus dem Juni 1975
Marc Buttler

