Hamburg nimmt in den kommenden Jahren insgesamt weniger Steuern ein, als noch im Herbst 2025 prognostiziert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Mai-Steuerschätzung für Hamburg, die Finanzsenator Dr. Andreas Dressel Ende Mai vorgestellt hat.
Laut der Prognose der Finanzbehörde auf Basis des Ergebnisses des bundesweiten Arbeitskreises „Steuerschätzungen“ wird gegenüber der Herbst-Steuerschätzung 2025 mit Steuermindereinnahmen von 125 Mio. € (2026), 290 Mio. € (2027), 293 Mio. € (2028), 333 Mio. € (2029) und 384 Mio. € (2030) gerechnet. Insgesamt wurden die Einnahmeerwartungen gegenüber der vorherigen Steuerschätzung um 1.427 Mio. € reduziert – rund zwei Drittel davon ergeben sich durch höhere Zuführungen Hamburgs zum Länderfinanzausgleich.
Aufgrund der gegenüber der letzten Schätzung erhöhten relativen Hamburger Finanzkraft steigen die Hamburger Beiträge zum Finanzausgleich über den gesamten Schätzzeitraum um insgesamt 935 Mio. € an. Im Weiteren sind die gesunkenen Einnahmeerwartungen auf neu einbezogene Steuerrechtsänderungen wie das Steueränderungsgesetz 2025 zurückzuführen. Allein aus diesem Gesetz resultieren für Hamburg über den gesamten Schätzzeitraum etwa 400 Mio. € Steuermindereinnahmen.
Auch die gegenüber der Herbst-Steuerschätzung 2025 verschlechterten Annahmen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung infolge des Iran-Kriegs führen zu geringeren erwarteten Steuereinnahmen. Dies zeigt sich insbesondere bei den gewinnabhängigen Steuerarten wie der veranlagten Einkommensteuer oder der Körperschaftsteuer.

